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Walter Schmidl

DI Walter Schmidl, Jahrgang 1962 und gebürtiger Wiener, entstammt gerade noch einer Generation, für die es ganz normal war, den Bedarf an persönlicher Mobilität mit Produkten aus der nächsten Umgebung decken zu können: Sein erstes Kinderfahrrad war von Dusika. Als er mit 18 Jahren die Räder seiner Eltern, die ein Vierteljahrhundert lang im Keller Rost angesetzt hatten, wieder ans Tageslicht holte und einer genaueren Inspektion unterzog, war das Interesse am Thema geweckt – auch diese Räder waren Wiener Erzeugnisse. Schmidls Leidenschaft für Mobilitätsgeschichte machte allerdings nicht an den Stadtgrenzen halt: Heute umfasst seine Fahrradsammlung Exemplare aus 10 Ländern und 122 Jahren. Schon immer auch an den motorisierten Arten der Fortbewegung interessiert, hält der studierte Landschaftsplaner das Fahrrad für die bei Weitem genialste Erfindung in puncto Mobilität. Und das nicht nur theoretisch: All seine täglichen Wege erledigt er mit dem Rad. Im Laufe der Jahre sind so über 130000 km zusammengekommen, viele davon mit selbst restaurierten Sammlerstücken. Auch seinen Arbeitsplatz im Technischen Museum Wien erreicht Schmidl auf diese Art. Er erreichte ihn übrigens auch so: Durch die wissenschaftliche Mitarbeit an der Ausstellung „fahr!rad" im Jahr 2002.